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Thinking, Fast and Slow

Thinking, Fast and SlowThis post is also available in German.

The qualities of human nature described in “Thinking, fast and slow” are already known to all of us at some level. We are all taught in society to believe in the rational, thinking human being as distinct from his animal peers, yet at this book excellently details, there are plenty of ways in which our seemingly rational decisions can be bent and perverted by various forms of bias. Daniel Kahneman details these two seemingly incongruous facets of our nature as two ‘distinct’ halves: System 1 represents our autonomous, unthinking, reflex and subconscious reactions, whereas System 2 is that logical, calculating being we consider ourselves to be. Much of the relevant research covered in this volume was pioneered and conducted by Kahneman and his late colleague Amos Tversky, to whom this volume is dedicated.

At root, the interplay between System 1 and System 2 rests upon the fact that we are naturally adapted to choose the path of least resistance, i.e. we make decisions which require the least amount of effort. Whilst this does not necessarily mean that we (or our System 2s) are not making the decisions, it does sometimes result in our System 2s acting merely as auditors of the information being passed on by System 1. If that information appears to fit the facts, it is taken at face value, unchanged and unedited. As a result, this ‘quick thinking’ leads to errors and biases of which we are almost entirely unaware.

As a summary of decades of research, the book deals with a lot of extremely interesting aspects of these decision-making processes. Each of these is handled in turn and alone, although many of them are linked and could in some ways a different impressions of the same phenomenon. For example, an issue known as ‘anchoring’ is investigated, a truly staggering anomaly in which a decision can be influenced by an entirely unrelated and random suggestion placed before us: Kahneman provides us with the example of a set of experienced judges whose sentence decisions were seen to be tilted by the results of a dice roll.

There is a lot of ground to summarise within these pages, and Kahneman does an excellent job of presenting some fairly mundane experimental data in a way in which it becomes clear to the layman, how insightful and potent the results truly are. The first half of the book in particular is an extremely fluid read, the experimental data plays second fiddle to clear evaluations of both experiments and their results. Whilst some aspects are dealt with purely theoretically, others are highlighted in terms of their effect on certain people in society, and Kahneman makes no bones about pointing out the absurd decisions of stock brokers, businessmen, or even his own psychology students. Another nice feature of the book is that many of the chapters start with a little test which readers themselves can do, becoming a part of the experiments, easily the best way to highlight precisely how ‘un-rational’ our minds can truly function.

The overarching irony of this book is that it seems to want to prove one of the theories explored between its very covers, that of our ‘experiencing’ and ‘remembering’ selves. The evidence suggests that even if the vast majority of an experience was born with enjoyment, if the end was tainted, our memory of the positive experience will be overridden by the negative. Unfortunately, this book is guilty of the very same: it opens beautifully with some lucid and unhampered prose, plenty of example tests and real world extrapolations, occasional anecdotes and witty asides. Yet the latter half of the book feels like it was written by a different Kahneman or for a different reader; it is turgid, almost lethargic, sticky with academic language, no longer peppered with as many human insights, and devoid of example tests for the reader to take part in.

Despite this impression of it being a book of two halves, it is nevertheless highly recommendable to anyone with even a passing interest in psychology or the human mind. One needn’t take away any lessons from the book’s insights, but it would still be nice to think that by giving this book five stars, I’m successfully overcoming the biassed suggestions of System 1 and my ‘remembering self’, and basing my judgement on the rational observations of System 2 and my ‘experiencing self’. Or perhaps I’m being swayed by some anchoring I’m still unaware of…

Thinking, Fast and Slow

Thinking, Fast and SlowDieser Eintrag ist auch auf Englisch verfügbar.

Auf irgendeiner Ebene sind uns die Eigenschaften der menschlichen Natur, die „Thinking, fast and slow“ erläutert, schon bekannt. In unserer Gesellschaft wird die Vernunft und die rationalen Handlungen der Menschen gerne hervorgehoben, Attribute, durch die wir uns sehr gerne gegenüber unseren sonstigen Verwandten im Tierreich einen besonderen Standesdünkel gönnen. Doch wie in diesem Buch so meisterhaft dargestellt, gibt es eine beträchtliche Menge an Faktoren, die unsere scheinbar so vernünftigen Entscheidungen verdrehen und beeinflussen können. Laut Kahneman kann man diese zwei so unvereinbaren Aspekte unseres Wesens als getrennte Systeme betrachten: Das erste System verkörpert unsere gedankenlosen, selbstständigen, unterbewussten und reflexartigen Reaktionen, wogegen das zweite System das logisch handelnde und vernünftige Dasein vertritt, wofür wir uns Menschen eigentlich halten. Viele der Forschungsarbeiten und Ergebnisse, die in diesem Buch behandelt werden, hat Kahneman zusammen mit seinem verstorbenen Kollegen Amos Tversky selbst durchgeführt. Ihm ist das Buch auch gewidmet.

Im Kern, so Kahneman, lässt sich das Wechselspiel zwischen den beiden Systemen auf die Tatsache zurückführen, dass wir von Natur aus immer den Weg des geringsten Widerstandes wählen. Wir treffen nämlich lieber die Entscheidungen, die uns die wenigsten Mühen kosten. Natürlich soll das längst nicht bedeuten, dass wir (bzw. das uns vertretende System 2) die Entscheidungen überhaupt nicht treffen, doch laut Kahneman fungiert das zweite System lediglich als Kontrollkörper der Informationen, die vom ersten System weitergeleitet werden. Wenn diese Daten allem Anschein nach den Tatschen entsprechen, werden sie vom zweiten System ungeprüft und unverändert für bare Münze genommen. Daraus ergibt sich das im Titel erwähnte „schnelle Denken“, das zu Fehlern und Vorurteilen führt, ohne sie zu ahnen.

In dieser Zusammenfassung der Forschungsergebnissen mehrerer Jahrzehnten findet man viele interessante Einsichten in die Vorgänge des Hirns bezüglich der Entscheidungsfindung. Jeden Aspekt handelt Kahneman einzeln und alleine ab, auch wenn sie selbstverständlich nicht alleine agieren und in manchen Fällen sogar eine Verkörperung desselben Phänomens bildet. Zum Beispiel erörtert er die sogenannte Ankerheuristik, eine verblüffende Erscheinung, wodurch wir eine Entscheidung von einer völlig unzusammenhängenden und willkürlichen Anregung beeinflussen lassen, ohne sich derer bewusst zu sein. In dem gelieferten Beispiel zeigt sich, dass die Gerichtsurteile erfahrener Richter sich anscheinend durch einen vollkommen belanglosen Würfelwurf lenken ließen.

In diesen Seiten will Kahneman viele Themen abhandeln, doch seine Stärke liegt vor allem darin, dass er sonst ziemlich banale Versuchsergebnisse in eine sehr begreifliche Art und Weise präsentiert, damit jeder verstehen kann, wie aufschlussreich sie in Wirklichkeit sind, und welche große Schlussfolgerungen, sich daraus ziehen lassen. Vor allem die erste Hälfte des Buches lässt sich sehr leicht lesen, wo die rohen Daten den Experimenten und ihren Auswertungen nur eine unterstützende Rolle spielen. Während manche Themen rein theoretisch behandelt werden, hebt Kahneman andere wegen ihres Einflusses auf bestimmte Schichten der Gesellschaft hervor. Hier macht er auch keinen Hehl daraus, Börsenmakler, Geschäftsmänner oder seine eigenen Psychologiestudenten wegen ihrer absurden Entscheidungen aufzuziehen. Viele Kapitel werden durch einen kleinen Test eingeführt, dem sich der Leser selbst unterziehen kann, um selbst ein Teil des Experiments zu werden. So billig das auch klingen mag, eignen sich diese kleinen Tests hervorragend, die unvernünftigen Arbeitsweisen unseres Hirns zu beweisen und sie dem Leser handgreiflich vor Augen zu führen.

Für mich besteht die große Ironie dieses Buches darin, das es anscheinend eine Theorie beweisen will, die die eigenen Seiten erläutern, nämlich den Unterschied zwischen dem „erfahrenden“ und dem „erinnernden“ Geist. Den experimentellen Ergebnissen zufolge hinterlässt ein mehrheitlich angenehmes Erlebnis eine schlechte Erinnerung, wenn es durch unschönen abschließenden Augenblick verdorben wird, denn in unserem Gedächtnis wird das positive Empfinden durch das ausgangs negative Erlebnis überschrieben. Nach meinem Empfinden leidet dieses Buch leider unter genau dieser Erscheinung. Zu Beginn weist es einen prosaischen und erhellenden Schreibstil auf, gewürzt durch gelegentliche Anekdoten und geistreiche Abschweifungen. Doch die zweite Hälfte kommt einem vor, als wäre sie von einem anderen Kahneman oder für einen anderen Leser verfasst. Besät mit akademischen Begrifflichkeiten ist der Stil plötzlich schwülstig und schwerfällig, und die menschlichen Einsichten sowie Testbeispiele fallen gänzlich weg.

Trotz der zwei unterschiedlichen Hälften kann ich das Buch dennoch herzlich jedem empfehlen, der sich selbst nur flüchtig für die Psychologie oder die kognitiven Wissenschaften interessiert. Den erleuchtenden Erkenntnissen in diesem Buch muss man nichts entnehmen, doch ich schmeichele mir gern, dass ich die parteiischen Vorurteile und Anregungen meines ersten Systems durch die vernünftigen und nüchternen Eindrücke des zweiten überstimme, indem ich das Buch mit fünf Sternen bewerte. Oder lasse ich mich von einem mir noch schleierhaften Anker etwa lenken …

Rauschgiftwirtschaft

Von Personalstelle zu unternehmerischer Gesellschaftsverantwortung: Verwaltungsstunden von den Drogenbaronen Mexikos

Übersetzt aus dem Englischen (Narconomics)

Juli 28. 2012 | The Economist

MEXIKO hat 11 Milliardäre, der Zeitschrift Forbes zufolge. Zehn werden oft bei Benefizdinners und anderen vornehmen Veranstaltungen lächelnd fotografiert. Der Elfte, Joaquín Guzmán Loera, hat ein ziemlich unähnliches Porträtfoto. Abgebildet in einem billigen Anorak sieht man ihn fröstelnd im Regen binnen der Betonmauer eines Hochsicherheitsgefängnises. Besser bekannt unter seinem Spitznamen El Chapo („der Kleine“) ist Herr Guzmán durch die vermutete $1 Milliarde, die er als Geschäftsführer des Sinaloa-Drogenkartells verdiente, ein von Lateinamerikas erfolgreichsten Exporteuren. Seitdem er 2001 versteckt in einem Wäschewagen aus dem Gefängnis ausbrach, gibt es wenige Fotos von El Chapo.

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Bucking the Trend

truman

Harry S Truman

President Truman famously kept a sign on his desk that said “The buck stops here”, a gift from an avid poker player. Yet whilst we might appreciate the imagery and the sentiment, should we really rely on there being a ‘buck‘ to pass? Is there always a man in charge, someone with whom the ultimate responsibility lies? The public at large like to believe so. Having someone who is nominally in charge provides a feeling that there is some level of control over daily events, that there is some direction to the madness that seems to govern our lives. It isn’t particularly important whether that person you believe in is God, the president, the Führer or Chuck Norris. Nor does that responsible person need to be an individual, it can just as easily be taken as being particular position, a group of people, or an organisation.

Yet having someone to look to as the ‘Man in Charge’ also entails having someone to blame when things go wrong. In general, people are not willing to look at events as the result of complex systems of uncountable interconnected threads. Such systems lack palpability, they invoke confusion and lack obvious conclusions. Much easier to view events as the result of simple inputs and outputs, revolving around the decision-making roles of important personages. When the proverbial hits the fan, the easiest response is to find those at the helm, whether particular individuals or a group, and lay the blame as thick and fast as the cement mixers can provide it. It’s a simple and effective reaction, since any person that can be held culpable must have made decisions, and any decision can be deemed retrospectively fallacious. Ergo any individual can be made and held responsible. 1We should not forget, of course, that as much as we enjoy seeing certain individuals as being responsible for the workings of the world, both for the comfort it gives us whilst things are ticking along smoothly, as well as the convenience of having someone to blame when they don’t, the individuals themselves also enjoy a level of revelry in the illusion that they are the ones with all the answers.

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1. We should not forget, of course, that as much as we enjoy seeing certain individuals as being responsible for the workings of the world, both for the comfort it gives us whilst things are ticking along smoothly, as well as the convenience of having someone to blame when they don’t, the individuals themselves also enjoy a level of revelry in the illusion that they are the ones with all the answers.

Capital for the Third World

Kiva

I recently came across a wonderful idea for providing peer-to-peer lending to entrepreneurs in developing countries. The idea seems akin to the principles of the Grameen Bank, providing microcredit in this case primarily as a form of aid. The system allows people with spare cash to browse potential applicants and offer them money in the form of a loan. Kiva works with what they term experienced ‘field partners’ to provide the loans, these bodies being established and recognised sources of finance (which may charge interest on the money to the borrower). Eventually the loans are repaid and the money can be withdrawn, redistributed or donated to Kiva to help cover their organisation’s costs. Of course the levels of finance are fairly miniscule on the larger scale, a far cry yet from providing the many milliards needed to create the level of sustainability needed in many parts of the developing world, through stability, infrastructure, education etc. Yet Kiva has plenty of room to expand, and importantly the principle behind the organisation is sound, in trying to create a direct link between people in the developing world who need capital (and know what they want to do with it) and those with the money and the conscience to try and help. Time will tell how effective Kiva’s mission will be.

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